Lieutenant Dan

Memorial Day in the U.S. Bereits am vergangenen Wochenende habe ich die Gedenkstätten entlang der National Mall abgelaufen. Heute dann der offizielle Gedenktag zu Ehren der im Krieg Gefallenen.
Zunächst ging es raus nach Arlington zum Nationalfriedhof oder, englisch, Arlington National Cemetery. Dort war heute an jedem Grab eine kleine US-Flagge in den Boden gesteckt. Schon bemerkenswert, wie viele Volunteers dafür gearbeitet haben müssen. Der Friedhof selbst wurde 1864 im Amerkanischen Bürgerkrieg gegründet und beherbergt neben den Gräbern von Gefallenen und Veteranen der U.S. Army unter anderem die von J.F. Kennedy und Jacqie Kennedy Onassis. So weit zur Bedeutung des Ortes.
Am heutigen Tage bildete dieser eine Art Wallfahrtsort, an dem Mr. President persönlich zur Zeremonie erschien. Deshalb waren auch Teile der Ruhestätte, wie das Grab des Unbekannten Soldaten, gesperrt. Der Großteil allerdings für die vielen Besucher frei zugänglich.
Wenn sich der geneigten Leserschaft jetzt die Frage aufdrängt, ob ich den Präsidenten gleich zweimal in einer Woche persönlich zu Gesicht bekommen habe? Leider nicht. Als ich am Friedhof eintraf, war es nicht mehr möglich, an der Zeremonie teilzunehmen und der Zugang entsprechend gesperrt.
Anschließend habe ich dann noch das Iwo Jima Memorial besucht. Da dies eines der bekanntesten Motive der U.S. Army rund um den Globus bildet, dessen Ursprung mir aber bislang nicht klar war, hat es mich schon sehr erfreut, das Denkmal in Arlington zu entdecken. Genau genommen bildete es für mich auch den Anreiz, heute überhaupt dorthin zu fahren, alles andere war dann Zugabe.
Danach ging es dann zurück nach DC, wo eine Militärparade stattfand. Wer jetzt allerdings Panzer und anderes Gerät, wie zu den besten Tagen des Kalten Krieges in Ost-Berlin erwartet hat, weit gefehlt. Der grundsätzliche Charakter war, dass ein bestimmtes Ereignis durch ein Transparent angekündigt wurde, dann eine Kapelle vorbeizog, gefolgt von einem Autokorso, besetzt mit Veteranen. Mittendrin in einem dieser Korsos habe ich dann Gary Sinise endeckt, vielen sicher besser bekannt als Lieutenant Dan aus Forrest Gump, da hat sich dann ein Jahr CSI NY gucken ausgezahlt. … was auch immer er mit den Veteranen zu tun hat, wahrscheinlich seine Figur aus Forrest Gump, die sich schwer verwundet selbst aufgibt, zurück in´s Leben findet und Apple gründet. Kurz danach folgte dann die Krankenschwester, Edith Shain in entsprechendem Kostüm, die auf dem berühmten Foto vom Time Square bei den Siegesfeiern zu World War II spontan geküsst wird.
Im Vietnam Block waren ein paar Rocker samt ihren Motorrädern zu sehen, die bereits seit Samstag in der Stadt sind und auch eine eigene Motorradparade haben, verschiedene Einheiten aus dem ersten Golfkrieg, die gegenwärtig um ein eigenes Memorial an der Mall kämpfen, World War II Veteranen, die unter den Flaggen der Alleierten vorbeizogen, wobei merkwürdigerweise die sowjetische durch die russische ersetzt war, und viele, viele andere.
Alles in allem, ein bemerkenswerter Tag, der eigentlich schon am vergangenen Wochenende mit dem Memorial Walk begonnen hat, aber die Geschichte gibt es, wenn ich wieder zu Hause bin.


4 Antworten auf „Lieutenant Dan“


  1. 1 cosmomob# 26. Mai 2009 um 4:34 Uhr

    er hat nicht apple gegruendet, sondern iist nur teilhaber, sprich investor

  2. 2 Administrator 26. Mai 2009 um 4:49 Uhr

    Okidoki, stimmt. Mit der Kohle von „Bubba Gump Shrimp Company“.

  3. 3 cosmomob# 26. Mai 2009 um 18:26 Uhr

    die zusammenhaenge sind dir als alten wirtschaftsverdreher ja wohl bestens bekannt

  4. 4 Administrator 26. Mai 2009 um 19:03 Uhr

    ;-)

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